Rasterzeugnisse (ÄAO 2006)
Der Nachweis über die mit Erfolg zurückgelegte Ausbildung ist durch ein formal richtiges Rasterzeugnis zu erbringen.
Die am 10.3.2007 kundgemachte Verordnung der Österreichischen Ärztekammer regelt die Ausgestaltung und Form der Rasterzeugnisse und Prüfungszertifikate sowie die in der Ausbildung zur/zum Ärzt:in für Allgemeinmedizin und Fachärzt:in zu vermittelnden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten.
Die Rasterzeugnisformulare sind der/dem Turnusärzt:in von den Ausbildungsverantwortlichen zu Beginn der Ausbildung in geeigneter Form zur Kenntnis zu bringen. Der Ausstellung des Rasterzeugnisses hat in jedem Fall ein Evaluierungsgespräch über den jeweiligen Ausbildungsabschnitt zwischen der/dem Ausbildungsverantwortlichen und der/dem Turnusärzt:in voranzugehen, das von der/vom Ausbildungsverantwortlichen zu dokumentieren ist.
Die Vermittlung von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den jeweiligen in den Rasterzeugnissen aufgelisteten Ausbildungsinhalten ist durch die Ausbildungsverantwortlichen jeweils durch Unterschrift und Datum zu bestätigen, ebenso muss das Rasterzeugnis die Feststellung enthalten, ob die Ausbildung im jeweiligen Ausbildungsfach mit oder ohne Erfolg zurückgelegt worden ist. Erfolgt die Ausbildung an einer Krankenanstalt, sind die Rasterzeugnisse auch von der/vom ärztlichen Leiter:in der Krankenanstalt gegenzuzeichnen und mit dem Dienstsiegel oder Dienststempel der Krankenanstalt zu versehen. Rasterzeugnisse über Ausbildungsabschnitte in Lehrpraxen und in Lehrgruppenpraxen sind von den jeweiligen Ausbildungsverantwortlichen zu fertigen und mit einer entsprechenden Stampiglie zu versehen.
Sollten einzelne Bereiche des Rasterzeugnisses negativ beurteilt werden, so ist eine entsprechende Begründung im Rasterzeugnis zu vermerken und festzustellen, in welchem Zeitraum voraussichtlich eine positive Absolvierung dieser Teilbereiche zu erwarten ist.
Auf Ausstellung eines Rasterzeugnisses besteht ein Rechtsanspruch.