Coronavirus - Ärztekammer fordert Flexibilität bei Personaleinsatz

Alle Gesundheitsprofis müssen helfen dürfen

Die Kärntner Ärztekammerpräsidentin Petra Preiss verlangt, dass Ärzte und Pflegende aus Kur- und Reha-Einrichtungen nicht durch etwaige Arbeitsverbote daran gehindert werden, in der COVID-19-Krise zum Einsatz zu kommen.


Klagenfurt (OTS) – Kur- und Reha-Einrichtungen, die ihren Betrieb einschränken oder überhaupt schließen, schicken ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit oder kündigen sie mit
Wiedereinstellungsgarantie. Diese hochqualifizierten Gesundheitsprofis unterliegen damit de facto einem Arbeitsverbot in anderen Bereichen, falls die Arbeitgeber diesen Tätigkeiten nicht zustimmen. Wenn sie dagegen verstoßen, verlieren sie die soziale Sicherheit.

Für die Kärntner Ärztekammerpräsidentin Petra Preiss ist das eine „mögliche unverantwortliche Verschwendung von wertvollen Personalressourcen, jedenfalls aber ein gewaltiger Zeitverlust durch
überflüssige Genehmigungsverfahren“. Sie fordert eine umgehende Änderung der erforderlichen Gesetze und Verordnungen. An die Arbeitgeber appellierte sie, uneingeschränkt diese Tätigkeiten zu
erlauben.

Diese „perfekt ausgebildeten Angehörigen verschiedenster Gesundheitsberufe“ müssten ohne Einschränkungen für andere Arbeitgeber im Kampf gegen die COVID-19-Krise arbeiten dürfen, ohne ihre sozialen Ansprüche zu verlieren, verlangte Preiss am Dienstag. Als Beispiele nannte sie die Tätigkeit in Arztpraxen und Krankenhäusern, die ärztlichen Bereitschaftsdienste, aber auch die Unterstützung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

24.03.2020