FAQ's zur Kurzarbeit in Ordinationen

Kurzarbeit

Was ist die „Corona Kurzarbeit“?

Eine neue, erleichterte Form der Kurzarbeit, die vorläufig für drei Monate befristet vereinbart werden kann. Eine Verlängerung ist möglich. 

Ist Kurzarbeit in jeder Ordination möglich?

Ja, Kurzarbeit ist unabhängig von der Größe der Ordination und der Art der Ordination möglich.

Welche Schritte muss der Ordinationsinhaber einleiten?
Seit 02.04.2020 gibt es folgendes schnelleres Verfahren:
  • Einbringung des Antrages auf Kurzarbeitsbeihilfe beim zuständigen AMS per eAMS-Konto bestehend aus:
    - Sozialpartnervereinbarung (PDF)  - für alle Erst- und Verlängerungs-Kurzarbeitsanträge ab 1.6.2020
    - Zustimmung (Betriebsrat oder einzelne ArbeitnehmerInnen) ist nachzuweisen (Unterschrift auf Vertragsdokument oder anders).
  • Die AMS Landesgeschäftsstellen legen unverzüglich einen Förderfall im IT-System des AMS an.
  • Es erfolgt eine Kontrolle durch die Sozialpartner.
    - Kommt es binnen 3 Arbeitstagen zu keinem Kontakt mit dem Betrieb, ist von einer Bewilligung auszugehen.
    - Kommt es zu einer Nachfrage, wird alles Notwenige mit dem Betrieb direkt geklärt.

Die Abrechnung kann ausschließlich über das eAMS-Konto übermittelt werden. Falls Sie noch kein eAMS-Konto für Unternehmen besitzen, besorgen Sie sich zwischenzeitlich die Zugangsberechtigung.

Aktuelle Informationen zur Abrechnung COVID-19-Kurzarbeitsbeihilfe entnehmen Sie der Homepage des AMS. >> Link zur Homepage des AMS / Kurzarbeitsbeihilfe

Was muss beim Ausfüllen der Vereinbarung beachtet werden?

Zu Punkt 1 Geltungsbereich: 
-    Name und Anschrift der Ordination einfügen
-    Bekanntgabe, für welche Dienstnehmergruppen Kurzarbeit beantragt wird
-    Bekanntgabe der Anzahl der Beschäftigten
-    Voraussichtliche Dauer der Kurzarbeit
Zu Punkt 4 Kurzarbeit:
-    Bekanntgabe des Durchrechnungszeitraumes
-    Bekanntgabe der Arbeitsstunden vor und während der Kurzarbeit
-    Bekanntgabe der Lage der Kurzarbeitszeit (bitte ankreuzen)
-    Bekanntgabe, ob Teilzeitbeschäftigte in die Kurzarbeit einbezogen werden

Welche Informationen werden vom AMS benötigt?

-    Corona-Kurzarbeitsvereinbarung 
-    Antrag auf Kurzarbeitsbeihilfe
-    Arbeitszeit der betroffenen Mitarbeiter

Häufig gestellte Fragen:

Welche Reduktion der Arbeitszeit ist zulässig?

Die gekürzte Normalarbeitszeit muss zwischen 10 und 90 % der kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit liegen; dies im Durchschnitt des Durchrechnungszeitraumes.

Kann die Arbeitszeit für verschiedene Gruppen von Arbeitnehmern unterschiedlich festgesetzt werden?

Ja, dies ist möglich. 

Kann die Arbeitszeit auch auf 0 Stunden reduziert werden?

Die Arbeitszeit muss im Durchschnitt mindestens 10 % der vorherigen Arbeitszeit betragen. D.h. die Arbeitszeit kann in einzelnen Wochen auch auf Null reduziert werden.

Muss der Arbeitnehmer seinen gesamten Urlaub und sein gesamtes Zeitguthaben verbrauchen?

Bei der Corona-Kurzarbeit müssen Arbeitnehmer in Abstimmung mit dem Arbeitgeber ihren gesamten Urlaubsanspruch vergangener Urlaubsjahre und ihr gesamtes Zeitguthaben verbrauchen.
Bei einer Verlängerung der Kurzarbeit über drei Monate hinaus sind weitere drei Wochen Urlaubsanspruch zu konsumieren.
Das Urlaubsentgelt bemisst sich am Entgelt vor Kurzarbeit und ist vom Arbeitgeber zu tragen.

Wie viel Geld bekommt der Ordinationsinhaber? 

Die Kurzarbeitsbeihilfe des AMS bemisst sich am Nettoentgelt des Arbeitnehmers vor Kurzarbeit und garantiert ein Mindesteinkommen:
Bis zu € 1.700,- Bruttoentgelt beträgt das Entgelt 90% des bisherigen Nettoentgelts.
Bis zu € 2.685,- Bruttoentgelt beträgt das Entgelt 85% des bisherigen Nettoentgelts.
Ab € 2.686,- Bruttoentgelt beträgt das Entgelt 80% des bisherigen Nettoentgelts. 

Muss der Arbeitgeber weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge bezahlen?

Die Sozialversicherungsbeiträge des Dienstgebers bemessen sich am Entgelt vor Kurzarbeit. Der Arbeitgeber erhält mit Beginn des 1. Kurzarbeitsmonats einen ergänzenden Teilbetrag zur Abgeltung der SV-Beiträge.

Wie schnell kann das Kurzarbeitsmodell vereinbart werden?

Die Sozialpartner haben zugesagt, ab Abschluss der Gespräche auf betrieblicher
Ebene (Vorliegen einer unterschriftsreifen Betriebsvereinbarung/Einzelvereinbarung) eine Sozialpartnervereinbarung innerhalb von 48 Stunden zu ermöglichen.

Wie lange ist die Förderdauer?

Zunächst drei Monate, bei Bedarf kann das Modell um weitere drei Monate verlängert werden.

Weitere Fragen & Anworten finden Sie ebenfalls unter folgenden Link:

>> https://jobundcorona.at

Ansprechpartner in der Ärztekammer für Kärnten:

Mag. Ingrid Köfler
Tel.: 0463/5856-28
E-Mail: