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Pressekonferenz: Gesetzliche Kostenbremse im Gesundheitswesen gefährdet die Versorgung

In der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und des Hauptverbandes der Sozialversicherungen (HV) fordern Szekeres, Katzian und Biach die gesetzliche Ausgabenbremse der Regierung wieder zu lösen.
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Spitäler sind keine Lückenbüßer

Der Kassenärztemangel im niedergelassenen Bereich wird immer deutlicher spürbar. Österreichweit können derzeit 70 Kassen-Ordinationen nicht nachbesetzt werden. Eine weitere Verschärfung droht durch eine Pensionierungswelle in den kommenden Jahren. „Wir haben schon jetzt übervolle Ambulanzen mit vielen Selbstzuweisern, die größtenteils von niedergelassenen Ärzten betreut werden,“ sagt Harald Mayer, Obmann der Bundeskurie der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer. „Seit Jahren fordern wir eine Stärkung der Kassenärzte und mehr Kassenstellen, um die Spitäler zu entlasten.“
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Ärztevertreter Steinhart: Klares Nein zum Sparen am Patienten und zum Eingriff in Gesamtverträge

Mit Verärgerung reagiert Johannes Steinhart, Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der ÖAK, auf das Vorhaben der Bundesregierung, die Ausgaben für die Leistungen im niedergelassenen Ärztebereich in den nächsten zwölf Monaten einzufrieren. Ein Abänderungsantrag zum ASVG sieht nämlich vor, dass in den Vertragsverhandlungen nur mehr die Finanzsituation der Kassen eine entscheidende Rolle spielt und nicht mehr die Notwendigkeiten einer kassenärztlichen Versorgung. „Das gesamte Versicherungsrisiko wird den Ärzten aufgebürdet“, sagt Steinhart. „Kommen mehr Patienten, gibt es keine Tariferhöhungen.“ Auch die befristeten Gesamtverträge mit Nullrunden bis Ende 2019 wurden verlängert.
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Mit Investitionen die Gesundheitsversorgung verbessern

„Transparenz schafft Vertrauen“ lautet das Motto der Initiative, im Zuge derer pharmazeutische Unternehmen freiwillig offenlegen, was sie im Rahmen von Kooperationen mit angehörigen und Institutionen der Fachkreise (bspw. Ärzte, Apotheker, Pflegepersonal, Krankenhäuser oder Forschungsinstitutionen) bezahlt haben. Die Zahlen für 2017 sind seit 1. Juli auf den Websites der Unternehmen einsehbar und zeichnen folgendes Bild: Der Gesamtbetrag von 140 Mio. Euro an geldwerten Leistungen im Jahr 2017 gliedert sich in 89 Mio. Euro für Forschung (64 %, bspw. für die Mitarbeit bei klinischen Prüfungen), 31 Mio. Euro im Zuge von Veranstaltungen (22 %, bspw. Kongress-Teilnahmegebühren), 14,5 Mio. Euro für Dienst- und Beratungsleistungen (10 %, bspw. für eine Vortragstätigkeit) und 5,5 Mio. Euro an Spenden und Förderungen (4 %, bspw. für Patientenorganisationen oder Forschungsprojekte).
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ÖÄK-Szekeres: AUVA-Auflösung wäre Katstrophe für österreichische Unfallversorgung

In Wien und Graz versorgt AUVA auf höchstem medizinischen Niveau jeden zweiten Unfallpatienten, österreichweit jeden fünften – internationale Vorbildwirkung

„Die von Gesundheitsministerin Hartinger-Klein heute über die APA lancierte Aussage, dass sie davon ausgehe, dass die AUVA aufgelöst werde, wäre eine Katastrophe für die österreichische und speziell die Wiener und Grazer Unfallversorgung", warnt Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK). Betroffen von den drastischen Einsparungsmaßnahmen der Bundesregierung von 500 Mio. Euro, die knapp 40 Prozent des AUVA-Budgets ausmachen, wäre die Unfallversorgung von jährlich fast 400.000 Menschen. Österreichweit versorgt die AUVA jeden fünften Unfallpatienten, in Wien und Graz ist es sogar jeder zweite. Neben dem Traumazentrum Wien mit den beiden UKH-Standorten Meidling und Brigittenau/Lorenz Böhler betreibt die AUVA noch die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling (Wien), Weißer Hof (NÖ), Häring (Tirol) und Tobelbad (Steiermark).

Szekeres: „Die vom österreichischen Arzt Lorenz Böhler begründete Unfallchirurgie und in den AUVA-Einrichtungen seit Jahrzehnten auf höchstem medizinischen Niveau umgesetzte Unfallversorgung von der Operation bis zur Rehabilitation hat internationale Vorbildwirkung." Auch bei der Prävention von Arbeitsunfällen ist die AUVA vorbildhaft, da auf Grund ihrer Maßnahmen die Anzahl der Arbeitsunfälle drastisch gesunken ist.

Leider seien diese, die AUVA betreffenden Reformvorhaben der Bundesregierung von reinen Kostenüberlegungen getrieben. Szekeres: „Gerade im Gesundheitsbereich sind Reformen gefährlich, deren einziges Ziel Einsparungen sind, sofern wir einen gewissen Standard im Gesundheitswesen erhalten wollen." Das österreichische Gesundheitswesen sei im weltweiten Vergleich ein hervorragendes, dessen Vorteile aber nur dann wahrgenommen und geschätzt werden, wenn die einzelne Person es wegen Krankheit, Verunfallung oder Rehab in Anspruch nehmen müsse. „Als gesunder Mensch ist es leicht, ökonomisch getriebene Reformen zu entwerfen, die der Volkswirtschaft kurzfristig Einsparungen bringen könnten. Ich warne aber vor solchen Schritten im Gesundheitssektor. Die Gesundheit der Menschen ist ein so hohes Gut, welches nicht ausschließlich nach ökonomischen Gesichtspunkten bewertet und geplant werden darf. Dementsprechend appelliere ich an die Politik, die mögliche Zerschlagung der AUVA dringend zu überdenken, so Szekeres abschließend.


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Ärzteausbildungsordnung 2015 Ärzteausbildungsordnung 2015

Seit 1. Juni 2015 gilt die neue Ärzteausbildungsordnung >>PDF
Seit 1. Juli 2015 können Anträge für die Anerkennung von Ausbildungsstätten gestellt werden >>LINK

Fragen und Antworten zur neuen Ausbildungsordnung:
FAQ-Liste ÄAO 2015 >>PDF

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